Happy Birthday, Sir: Zum 70. Geburtstag von Clive Sinclair

Mein erster Computer war ein Sinclair ZX Spectrum 48 K aus dem Jahr 1983…

Eben las ich, dass der gute alte Clive Sinclair heute 70 Jahre alt wird. Von mir und vermutlich vielen anderen meines Alters herzliche Glückwunsche …

Hier mal ein Ausschnitt einer Lobesrede von heise.de:

Am heutigen Freitag wird der britische Erfinder, Unternehmer und Computerpionier Sir Clive Marles Sinclair 70 Jahre alt. Mit den Heimcomputern ZX80, ZX81 und dem ZX Spectrum gewann er auch in Deutschland treue Fans, mit dem Z88 lieferte er Journalisten eine treue unverwüstliche Schreibmaschine mit sonderbaren Macken.

Clive Sinclair wurde am 30. Juli 1940 in eine Familie geboren, die für Technik viel übrig hatte. Großvater und Vater arbeiteten als Ingenieure, wobei sich der Vater zudem relativ erfolglos als Unternehmer betätigte. Die Familie musste häufig umziehen und der junge Clive musste neben der Schule arbeiten. Unter anderem reparierte er Radios und Verstärker. Noch vor seinem Schulabschluss hatte er die Idee, elektronische Bausätze für enthusiastische Bastler im Versandhandel zu vertreiben. Sein erstes Geld verdiente er ab 1958 als technischer Autor in einem Verlag, der Lehrbücher für Elektrotechnik herausbrachte. Die Arbeit gestattete es Sinclair unter anderem, ein Übungsbuch zu den von ihm vertriebenen Bausätzen zu veröffentlichen.

Im Jahre 1961 startete Sinclair die Firma Sinclair Radionics, die einen Bausatz für ein kleines Transistorradio verkaufte. Es folgte der Taschenrechner Sinclair Executive, der zumindest in Großbritannien ein Markterfolg wurde. Es folgte ein Multimeter für Bastler und eine der ersten Digitaluhren, die durch ihre Ungenauigkeit zum Flop wurde. Nach einem nicht sonderlich erfolgreichen Taschenfernseher stieg Sinclair mit demMK14 in der Ära der Homecomputer auf eine lukrative Produktionslinie um. Es folgten der bereits erwähnte ZX80 und der ZX81, der in Europa ein richtiger Verkaufsschlager wurde und viele treue Fans um sich versammelte. Weniger erfolgreich war 1984 wiederum der Sinclair QL, ein netzwerkfähiger Rechner mit einem Office-Paket der Firma Psion. Nach dem Verkauf seiner Computerfirma an Amstrad entwickelte Sinclair 1987 seinen letzten Computer, den Cambridge Z88, den vor allem Journalisten als Schreibsystem nutzen: Acht Zeilen mit 80 Zeichen reichten aus, um Texte zu schreiben oder den Rechner fassungslos anzustarren, wenn er wieder einmal in den "Snooze-Modus" verfiel.

Nach den Computern widmete sich Sinclair der Produktion von Satellitenempfängern, erfand das Elektrofahrrad Zike, den Elektroroller C5 und schließlich das Faltrad A-Bike, dessen stolze Besitzer es gar nicht leiden können, wenn man das Wort Klapprad benutzt.

Im Jahre 1983 wurde Clive Sinclair geadelt. Im Vorfeld der Geburtstagsfeierlichkeiten gab Clive Sinclair ein Interview, in dem er bekannte, überhaupt keinen Computer mehr zu benutzen. Sir Sinclair feiert den Geburtstag mit Lady Sinclair, die als Fan von Smartphones bekannt ist. (Detlef Borchers via heise.de)

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